Am 14. Juli 1905 erhielt der Schlossermeister Josef Haas den Gewerbeschein für den Betrieb einer Bau- und Maschinenschlosserei in Wien. Das Unternehmen reparierte und montierte Maschinen sowie Motoren und führte Bauschlosserarbeiten durch. Die Söhne Franz, Josef und Karl lernten im väterlichen Betrieb das Schlosserhandwerk und übernahmen 1933 nach Abschluss der Meisterprüfung das Kleinunternehmen.
Sie brachten neue Ideen ein und fertigten auf selbstgebauten Walzwerken Rund- und Flachstähle. Die Haupttätigkeit des Unternehmens Gebrüder Haas war der Werkzeug- und Vorrichtungsbau. 1943 wurde ein Teil der Maschineneinrichtung nach Kaplitz in der heutigen Tschechischen Republik verlegt und Franz Haas mit der Leitung dieses Standortes betraut.
Dort begann er, sich bei der Reparatur von Waffeleisen für Waffelmaschinen zu interessieren und entwarf neue Konzepte zur Waffelherstellung. Nach seiner Rückkehr nach Wien baute er 1948 die erste von ihm konstruierte Waffelmaschine und verwirklichte – durch kontinuierliche Verkaufserfolge bestärkt – schrittweise seine Ideen für die Erzeugung moderner Waffelproduktionslinien.
1966 gründeten er und seine Frau Maria die Firma Franz Haas Waffelmaschinen. Während der 60er-Jahre begannen auch ihre Kinder Josef †, Margarete und Johann, die jetzigen Vorstandsmitglieder, im Unternehmen tätig zu werden. Durch die Erschließung neuer Exportmärkte und der rasch steigenden Nachfrage nach Waffelmaschinen wurden die Produktionseinrichtungen kontinuierlich erweitert.
1975 wurde schließlich die komplette Produktion aus Wien in ein neues großes Werk nach Leobendorf in Niederösterreich verlegt. Es folgten Gründungen von Tochterunternehmen in mehreren Ländern und Käufe von Firmen, deren Produkte eine sinnvolle Ergänzung zum Waffelmaschinenprogramm bilden. Das Ergebnis ist heute eine international tätige Firmengruppe.
